Bayreuth Baroque — Jeanine De Bique

Bilder vom Auftritt am 08. Sep­tem­ber 2022 im Mark­gräflich­es Opern­haus Bayreuth

Bayreuth Baroque — Jeanine De Bique

Die tem­pera­mentvolle Aus­nahmesän­gerin aus Trinidad und Toba­go Jea­nine De Bique präsen­tiert in ihrem Pro­gramm Mir­rors Arien von starken, muti­gen und lieben­den Frauen­fig­uren. Bekan­nte Hän­del-Arien, beispiel­sweise aus Rodelin­da, wer­den mit weniger ver­traut­en Arien ander­er Kom­pon­is­ten gespiegelt, die sich der­sel­ben Fig­ur oder der­sel­ben emo­tionalen Sit­u­a­tion annehmen. Dabei ent­fal­ten sich bre­it­ge­fächerte Reflex­io­nen über densel­ben Charak­ter, als sähe man sie durch einen zer­broch­enen Spiegel. Die Arien erzählen von entschei­den­den Momenten in der psy­chol­o­gis­chen Entwick­lung der Opern­heldin­nen und beleucht­en die emo­tionale Vielfalt weib­lichen Erlebens.

„Es scheint, als hätte alles, das mich bish­er als Per­son und Musik­erin geprägt hat, mir die Mit­tel gegeben, den musikalis­chen und emo­tionalen Anforderun­gen des Pro­gramms gerecht zu wer­den“, berichtet De Bique, deren volle und klangschöne Stimme über ungeah­nte Aus­drucksmöglichkeit­en ver­fügt. Mir­rors ist daher auch ein sehr per­sön­lich­es Pro­gramm, das darauf zielt, die reifen Arien Hän­dels mit denen weniger bekan­nter Kom­pon­is­ten, wie Carl Hein­rich Graun oder Ric­car­do Broschi, in Beziehung zu set­zen, die – und das ist oft nicht bekan­nt – teil­weise die ursprünglichen Schöpfer dieser Arien­fig­uren waren. Gemein­sam mit dem Barock­o­rch­ester Con­cer­to Köln führt uns De Bique in reizvoll-klin­­gende See­len­räume, in denen sich men­schlich­es Empfind­en und musikalis­che Schön­heit gegen­seit­ig spiegeln.

Text: Bayreuth Baroque

 

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